Wer einen kompakten Mercedes mit sportlichem Coupé-Look sucht, landet schnell beim CLA. Die Baureihe vereint effiziente Motoren mit moderner Technik – und wirft dabei einige Fragen auf, etwa zum Preis, zur Größe im Vergleich zur C‑Klasse und zu den verwendeten Motoren.

Neupreis CLA (2025): ab 38.700 € (ca.) ·
Länge CLA vs. C‑Klasse: CLA: 4.688 mm, C‑Klasse: 4.751 mm ·
Motoroptionen CLA: Benziner, Diesel, Hybrid, Elektro ·
Platzangebot (Kofferraum): CLA: 460 l, C‑Klasse: 455 l

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob künftige CLA‑Modelle weiter Renault‑Teile verwenden, ist nicht bestätigt (ADAC Marktanalyse)
  • Genauen Reparaturkosten für das DSG‑Getriebe sind werkstattabhängig (ADAC Marktanalyse)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs zentrale Daten auf einen Blick:

Merkmal Wert
Neupreis (Stand 2025) ab 38.700 €
Länge 4.688 mm
Kofferraumvolumen 460 l
Verbrauch (Benziner) ab 5,8 l/100 km
CO₂‑Ausstoß ab 132 g/km
Sitzplätze 4–5

Wie viel kostet ein CLA neu?

Der Einstiegspreis der aktuellen CLA‑Klasse liegt bei etwa 38.700 Euro (Mercedes-Benz Preisliste). Je nach Motorisierung und Ausstattung steigt der Listenpreis deutlich.

Preise nach Modellvariante (CLA 200, CLA 220, CLA 250, AMG)

  • CLA 200 (Benziner, 163 PS): ab ca. 38.700 € (Carwow Preisvergleich)
  • CLA 220 (Diesel, 190 PS): ab ca. 42.000 €
  • CLA 250 (Benziner, 224 PS): ab ca. 45.000 €
  • Mercedes‑AMG CLA 45 S (421 PS): ab ca. 67.000 €

Preisvergleich mit Audi A3 Limousine und BMW 2er Gran Coupé

Der Audi A3 Limousine startet bei rund 33.000 €, der BMW 2er Gran Coupé bei etwa 36.000 €. Der CLA positioniert sich damit preislich im oberen Kompaktsegment – die C‑Klasse (ab 41.138 €) ist noch teurer (Carwow C‑Klasse Preis).

Fazit: Der CLA ist kein Schnäppchen, aber günstiger als die nächstgrößere C‑Klasse. Käufer zahlen für das coupéhafte Design und moderne Technik einen Aufpreis gegenüber Kontrahenten aus dem VW‑Konzern. Wer Wert auf maximale Raumökonomie legt, greift besser zur A3 Limousine.

Ist CLA kleiner als C‑Klasse?

Der Mercedes CLA ist mit 4.688 mm ca. 6,3 cm kürzer als die C‑Klasse (4.751 mm) (Motor1 Abmessungsvergleich). Trotz der kompakteren Außenmaße bietet der CLA mit 460 Litern sogar fünf Liter mehr Kofferraumvolumen als die C‑Klasse (455 l).

Maße im Vergleich: Länge, Breite, Höhe

  • CLA: 4.688 mm × 1.830 mm × 1.439 mm
  • C‑Klasse (W206): 4.751 mm × 1.820 mm × 1.438 mm
  • Radstand: CLA 2.729 mm – C‑Klasse 2.865 mm (Motor1 Radstand)

Kofferraumvolumen und Innenraumgefühl

Der CLA fasst 460 l, die C‑Klasse 455 l. Im Innenraum ist der CLA hinten enger: Die Kopffreiheit ist eingeschränkt, und der Einstieg durch die flache Coupé‑Dachlinie fällt unbequemer aus (ADAC Innenraumkritik).

Fazit: Der CLA ist die kompaktere, aber raumökonomisch tückische Alternative. Familien sollten die C‑Klasse oder das T‑Modell vorziehen. Für Singles oder Paare, die das Coupé‑Design lieben, ist der Kompromiss akzeptabel.

Ist CLA ein gutes Auto?

In Tests erhält die CLA‑Klasse überwiegend positive Bewertungen, vor allem für Design, Effizienz und das moderne Infotainment. Der ADAC lobt die effizienten Motoren, kritisiert aber den straffen Fahrwerkskomfort und die beengten Rücksitze (ADAC Fahrbericht).

Vorteile: Design, Effizienz, moderne Technik

  • Sportliches Coupé‑Design
  • Effiziente Motoren (Benziner ab 5,8 l/100 km) (Carwow Verbrauchsdaten)
  • Hochwertiges Interieur mit modernem MBUX‑System

Nachteile: eingeschränkte Kopffreiheit hinten, straffes Fahrwerk

  • Kopffreiheit im Fond für Erwachsene knapp
  • Fahrwerk auch im Komfortmodus straff
  • Hohe Einstiegskante am Heck
Der Trade-off

Design gegen Komfort: Der CLA ist ein emotionales Auto, kein Reisekombi. Käufer, die oft vier Personen transportieren, sollten zur C‑Klasse greifen.

Hat der Mercedes CLA einen Renault Motor?

Ja, teilweise. Frühe CLA‑Diesel (1.5 dCi, 109 PS) basieren auf Renault‑Motoren der Baureihe OM607. Diese wurden in Kooperation mit Renault entwickelt (Autozeitung Motorenkooperation). Aktuelle Benziner und Hybrid‑Antriebe sind dagegen Eigenentwicklungen von Mercedes.

Die folgende Tabelle zeigt die Motorenherkunft für die aktuellsten Generationen:

Motor Leistung Herkunft
CLA 200 (Benziner) 163 PS Mercedes (M282)
CLA 220 d (Diesel) 190 PS Mercedes (OM654)
CLA 180 d (Diesel) 116 PS Renault‑Basis (OM607)
CLA 250 e (Plug‑in) Mercedes + Elektromodul

Motorenkooperation zwischen Mercedes und Renault

Die Kooperation begann 2010 und brachte den 1.5‑Liter‑Diesel in die A‑ und CLA‑Klasse. Seit 2018 setzt Mercedes jedoch vermehrt auf eigene Aggregate. Ob die nächste CLA‑Generation wieder Renault‑Teile nutzt, ist unbestätigt (ADAC Technikübersicht).

Modelle mit Renault‑Diesel (OM607)

  • CLA 180 d (C117, bis 2019)
  • CLA 200 d (C117, frühe Baujahre)
Was das bedeutet

Gebrauchtwagenkäufer sollten bei älteren CLA‑Diesel wissen, dass Teile (z. B. Zahnriemen) aus dem Renault‑Regal stammen. Die Ersatzteile sind günstiger, die Qualität aber nicht schlechter als bei Mercedes‑Eigenmotoren.

Welche Nachteile hat die Mercedes CLA‑Klasse?

Neben den bereits genannten Komforteinschränkungen gibt es spezifische Schwachstellen, die vor allem bei höherer Laufleistung auftreten.

Schwachstellen: DSG‑Getriebe, Elektronik, Rost

  • Getriebe: Das 7‑Gang‑Doppelkupplungsgetriebe (7G‑DCT) kann bei über 100.000 km ruckeln (Autozeitung Fahrbericht)
  • Elektronik: Anfälligkeit für Fehlermeldungen in der Bordelektronik, z. B. beim MBUX‑System
  • Rost: An Türkanten und Heckklappen wurden vereinzelt Korrosionsansätze dokumentiert (ADAC Mängelstatistik)

Kosten: Wartung, Wertverlust

Der Wertverlust des CLA ist in den ersten drei Jahren überdurchschnittlich hoch – bis zu 40 % des Neupreises sind realistisch (Carwow Wertverlustanalyse). Die Wartungskosten liegen auf dem Niveau der C‑Klasse, da viele Komponenten baugleich sind.

Vorteile

  • Sportliches Design mit hohem Wiedererkennungswert
  • Effiziente Motoren (auch Hybrid und Elektro geplant)
  • Modernes Infotainment (MBUX)

Nachteile

  • Eingeschränkter Fondkomfort (Kopffreiheit, Einstieg)
  • Hoher Wertverlust in den ersten Jahren
  • Mögliche Getriebeprobleme bei hohen Laufleistungen

Fazit und Ausblick

Der Mercedes CLA ist ein emotionaler Kompaktcoupé, der Design und Effizienz in den Vordergrund stellt – auf Kosten von Rücksitzkomfort und Restwert. Für designbewusste Singles oder Paare ist er eine erstklassige Wahl, während Familien besser zur geräumigeren C‑Klasse greifen sollten. Die angekündigte Elektroversion wird das Profil weiter schärfen. Für den Gebrauchtwagenmarkt bleibt der CLA eine interessante Option, sofern die genannten Schwachstellen bei der Auswahl beachtet werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie teuer ist der CLA im Unterhalt?

Die Kfz‑Steuer liegt je nach Motor zwischen 60 und 250 € jährlich. Die Vollkaskoversicherung ist aufgrund der hohen Reparaturkosten teurer als bei Kompaktwagen von VW oder Audi (Carwow Unterhaltskosten).

Welcher CLA‑Motor ist am sparsamsten?

Der CLA 200 d (Diesel, 5,0 l/100 km) und der CLA 250 e (Plug‑in‑Hybrid) sind die sparsamsten Varianten. Der Normverbrauch des Benziner CLA 200 liegt bei 5,8 l/100 km (Mercedes-Benz Technische Daten).

Hat der CLA eine Anhängerkupplung?

Ja, für die Limousine ist eine abnehmbare Anhängerkupplung erhältlich. Die Anhängelast beträgt bis 1.800 kg (gebremst) (ADAC Ausstattungsliste).

Ist der CLA als Familienauto geeignet?

Bedingt. Die Rückbank ist für Erwachsene auf längeren Strecken unbequem. Für Kinder sind die Platzverhältnisse ausreichend, der Einbau von Kindersitzen ist aber wegen des flachen Dachs mühsam.

Wie lange hält der Motor eines Mercedes CLA?

Moderne Mercedes‑Motoren (M282, OM654) gelten als langlebig und erreichen oft 250.000 km oder mehr. Der Renault‑Diesel OM607 ist ebenfalls robust, benötigt aber regelmäßigen Zahnriemenwechsel (Autozeitung Wartungsplan).

Fazit: Der Mercedes CLA ist ein Design‑Auto mit Kompromissen. Käufer, die das Coupé‑Flair lieben, sollten die Elektroversion abwarten – oder einen gebrauchten CLA mit Renault‑Diesel wählen, der günstiger im Unterhalt ist. Für praktische Alltagstauglichkeit bleibt die C‑Klasse die bessere Wahl.