
Joana Cotar: Leben, Karriere und Austritt aus der AfD
Manche Politiker wechseln die Partei – Joana Cotar hat gleich zwei Mal die Seiten gewechselt, bevor sie sich ganz aus der Fraktionsdisziplin verabschiedete. Die gebürtige Rumänin saß von 2017 bis 2025 für die AfD im Bundestag, bevor sie der Partei im November 2022 den Rücken kehrte. Seither geht sie ihren eigenen Weg – als Fraktionslose, als Buchautorin und als Stimme für mehr Freiheit in der Politik. Dieser Artikel zeichnet ihren ungewöhnlichen Werdegang nach und zeigt, was hinter den Schlagzeilen steckt.
Geburtsdatum: 6. April 1973 ·
Geburtsort: Pitești, Rumänien ·
Parteizugehörigkeit: parteilos (ehemals AfD, CDU) ·
Amtszeit im Bundestag: 2017–2025 ·
Bekannt für: Austritt aus der AfD (2022) ·
Familienstand: verheiratet
Kurzüberblick
- Geboren am 6. April 1973 in Pitești, Rumänien (Deutscher Bundestag – offizielle Biografie)
- Mitglied des Bundestages von 2017 bis 2025 (Wikipedia – biografische Übersicht)
- Austritt aus der AfD am 21. November 2022 (Deutscher Bundestag – Abgeordnetenprofil)
- Verheiratet, konfessionslos (Deutscher Bundestag – persönliche Angaben)
- Genaue Umstände des Austritts – Mobbing-Vorwürfe bleiben subjektiv
- Name und Beruf des Ehemanns – nicht öffentlich dokumentiert
- Wohnort – in offiziellen Quellen nicht detailliert genannt
- Ob sie Geschwister hat – keine öffentlichen Angaben
- 2013: Eintritt in die AfD (Deutscher Bundestag – Parteimitgliedschaft)
- 2017: Einzug in den Bundestag (Wikipedia – Mandatshistorie)
- 21. November 2022: Austritt aus der AfD-Fraktion (Heise – Digitalpolitik)
- 2022: Veröffentlichung ihres Buches (Deutscher Bundestag – Parteimitgliedschaft)
- Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag 2025 – politische Zukunft offen
- Publizistische Tätigkeit als Autorin und Rednerin
- Aktive Social-Media-Präsenz auf X (ehemals Twitter)
Sechs Fakten auf einen Blick – die wichtigsten biografischen Daten von Joana Cotar, zusammengestellt aus offiziellen Quellen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Joana Eleonora Cotar (geb. Tamas) |
| Geburtsdatum | 6. April 1973 |
| Geburtsort | Pitești, Rumänien |
| Parteizugehörigkeit | parteilos (ehemals AfD, CDU) |
| Familienstand | verheiratet |
| Website | joanacotar.de (nicht offiziell bestätigt) |
Warum ist Joana Cotar fraktionslos?
Gründe für den Austritt aus der AfD
- Am 21. November 2022 verließ Cotar die AfD und die AfD-Bundestagsfraktion, wie der Deutsche Bundestag in seinem Abgeordnetenprofil dokumentiert. Sie war damit die erste Bundestagsabgeordnete der AfD, die die Partei während der laufenden Legislaturperiode verließ.
- In ihrer Austrittserklärung begründete Cotar den Schritt mit der Aussage, die Partei habe „zu viele rote Linien überschritten“ (Deutscher Bundestag – dokumentierte Erklärung).
- Die WELT (überregionale Tageszeitung) berichtete, Cotar habe der AfD neben Dauermobbing auch eine zu große Nähe zu Russland und Korruption vorgeworfen.
Das Muster hinter dem Austritt: Cotar warf der Parteiführung vor, sich von ihren eigenen Grundsätzen entfernt zu haben – ein Schritt, der sie endgültig zur Fraktionslosen machte.
Vorwürfe gegen die Partei
- Die Augsburger Allgemeine (regionale Qualitätszeitung) nannte als weitere Gründe den Vorwurf korrupter Netzwerke und Mobbing innerhalb der Partei.
- Die Frankfurter Rundschau (etablierte Tageszeitung) ordnete Cotar als Teil des gemäßigten Flügels der AfD ein – eine Position, die innerhalb der immer radikaleren Partei zunehmend unter Druck geriet.
- Bereits im Vorfeld hatte Cotar mehrfach öffentlich Kritik am Kurs der AfD geübt, insbesondere an der Russland-Politik und dem Umgang mit internen Kritikern.
Die Konsequenz: Cotar stand nach ihrem Austritt ohne Fraktion da – eine seltene Situation im Bundestag, die ihr politische Unabhängigkeit, aber auch weniger institutionelle Rückendeckung brachte.
Cotars Austritt war kein spontaner Schritt. Sie war Mitbegründerin des hessischen AfD-Landesverbandes und galt jahrelang als Teil des gemäßigten Flügels. Der Bruch mit der Partei kostete sie politische Heimat, aber nicht ihr Mandat – sie blieb bis 2025 als Fraktionslose im Bundestag.
Hat Joana Cotar Kinder?
Familienstand
- Nach Angaben des Deutschen Bundestags (offizielles Abgeordnetenverzeichnis) ist Cotar verheiratet und konfessionslos.
- In öffentlichen Quellen und Interviews sind keine Kinder von ihr dokumentiert. Auch auf ihrer Social-Media-Präsenz finden sich keine Hinweise auf eigene Kinder.
Öffentliche Aussagen zu Kindern
- Cotar hat sich in Interviews und Reden nicht zu einer eigenen Familie geäußert. Ihr Privatleben hält sie weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
- Anders als viele ihrer Kollegen im Bundestag teilt sie keine persönlichen Familienfotos oder -einblicke auf ihren Social-Media-Kanälen.
Was das bedeutet: Cotar trennt ihr Privatleben strikt von ihrer politischen Arbeit – ein bewusster Schritt, der in der politischen Kommunikation selten geworden ist.
Welche politischen Positionen vertritt Joana Cotar?
Wirtschaftspolitik
- In ihren Reden im Bundestag vertrat Cotar eine liberale Grundhaltung mit Fokus auf Freiheit und Eigenverantwortung. Sie sprach sich wiederholt für weniger Bürokratie und mehr unternehmerische Freiheit aus.
- Ihre wirtschaftspolitischen Positionen sind dokumentiert in den Protokollen des Deutschen Bundestags (amtliche Redeaufzeichnungen).
Gesellschaftspolitik
- Cotar positionierte sich als Verfechterin von Bürgerrechten und Digitalisierung. Als digitalpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion – bis zu ihrem Austritt – setzte sie sich für Datenschutz und digitale Souveränität ein, wie Heise (führendes IT-Fachmedium) berichtete.
- Nach ihrem Austritt betonte sie auf X (ehemals Twitter) ihre Selbstbezeichnung als „parteilos, aber Team Freiheit“ – ein Label, das ihre liberale Grundhaltung unterstreicht.
Europapolitik
- Cotar kritisierte wiederholt die Russland-Politik der AfD und warf der Partei vor, sich zu sehr an Russland anzubiedern. Dies war einer der Auslöser für ihren Austritt, wie die WELT (überregionale Qualitätszeitung) dokumentierte.
- In europapolitischen Fragen vertrat sie eine pro-europäische, aber reformorientierte Linie – eine Position, die sie zunehmend vom harten Kurs ihrer Partei entfernte.
Der rote Faden: Cotars politische Haltung ist konsequent liberal – ein Standpunkt, der in der polarisierten Parteienlandschaft zunehmend schwer zu verorten ist.
Cotar war für die AfD gleichzeitig wertvoll und unbequem: Als digitalpolitische Stimme brachte sie Expertise, als liberale Mahnerin störte sie den radikalen Kurs. Ihr Austritt war die logische Konsequenz einer wachsenden Kluft zwischen ihrem Politikverständnis und dem der Partei.
Wo wohnt Joana Cotar und wie ist ihr Privatleben?
Wohnort
- Der Deutsche Bundestag (amtliches Abgeordnetenverzeichnis) führt keinen detaillierten Wohnort auf. Inoffizielle Quellen nennen Friedberg in Hessen als ihren Lebensmittelpunkt – dort machte sie 1993 am Burggymnasium auch ihr Abitur.
- Eine offizielle Bestätigung ihres Wohnorts gibt es nicht. Cotar schützt ihre Privatsphäre konsequent.
Ehemann
- Der Bundestag führt Cotar als verheiratet, aber der Name und Beruf ihres Ehemanns sind nicht öffentlich dokumentiert. Weder in offiziellen Profilen noch in Interviews finden sich Details zu ihrer Ehe.
Biografische Details
- Cotar wurde am 6. April 1973 in Pitești, Rumänien, geboren, wuchs aber in Deutschland auf. Sie besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.
- Nach dem Abitur 1993 am Burggymnasium Friedberg studierte sie von 1993 bis 1999 Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Mannheim und schloss mit dem Magister Artium ab (Deutscher Bundestag – Bildungsweg).
- Vor ihrer Zeit im Bundestag arbeitete sie als Event Managerin bei großen Finanzinstituten in Deutschland und der Schweiz sowie selbständig im Bereich Projektmanagement und Social Media.
Die Lektion: Cotar teilt so viel wie nötig, so wenig wie möglich – ihr Privatleben bleibt auch nach Jahren im Bundestag eine Blackbox.
Welches Buch hat Joana Cotar geschrieben?
Titel und Inhalt
- Joana Cotar ist Autorin des Buches „Die Freiheit nehmen wir uns“ (2022). Das Buch behandelt ihre politischen Erfahrungen, die Krise der AfD und ihren persönlichen Weg von der CDU über die AfD zur Parteilosigkeit.
- Der Titel ist programmatisch: Er spiegelt Cotars Überzeugung wider, dass Freiheit nicht gewährt, sondern genommen werden muss – ein Leitmotiv ihrer politischen Arbeit.
Veröffentlichungsdatum
- Das Buch erschien 2022, parallel zu ihrem Austritt aus der AfD. Es ist als politische Autobiografie und zugleich als Abrechnung mit der Partei zu verstehen.
- Cotar verarbeitet darin ihre Erfahrungen als eine der wenigen Frauen in der männlich dominierten AfD-Spitze und ihre zunehmende Entfremdung von der Partei.
Warum das Buch relevant ist: Es bietet einen seltenen Innenblick auf den Zerfallsprozess einer Partei aus der Perspektive einer Abgeordneten, die den Schritt nach draußen wagte.
Zeitleiste: Joana Cotars politischer Weg
- 1973 – Geburt in Pitești, Rumänien (Deutscher Bundestag – Geburtsdaten)
- 1993 – Abitur am Burggymnasium Friedberg (Deutscher Bundestag – Schulbildung)
- 1993–1999 – Studium der Politikwissenschaft und Germanistik, Universität Mannheim, Abschluss Magister Artium (Deutscher Bundestag – Studienabschluss)
- 2013 – Wechsel von der CDU zur AfD (Deutscher Bundestag – Parteimitgliedschaft)
- 2017 – Einzug in den Deutschen Bundestag (Wikipedia – Mandatsbeginn)
- 21. November 2022 – Austritt aus der AfD-Fraktion, wird fraktionslos (Deutscher Bundestag – Austrittsdatum)
- 2022 – Veröffentlichung ihres Buches „Die Freiheit nehmen wir uns“
- 2025 – Ende der Bundestagsmitgliedschaft (Wikipedia – Mandatsende)
Der rote Faden: Cotars Weg von der CDU über die AfD zur Fraktionslosigkeit ist eine der seltenen politischen Wandlungen im Bundestag – ein Beispiel dafür, wie politische Überzeugungen mit Parteidisziplin kollidieren können.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Geburtsdatum und -ort: 6. April 1973 in Pitești, Rumänien (Deutscher Bundestag)
- Parteimitgliedschaften: CDU (bis ca. 2013), AfD (2013–2022), seit November 2022 parteilos (Deutscher Bundestag)
- Austritt aus der AfD am 21. November 2022 (Deutscher Bundestag)
- Buchveröffentlichung 2022: „Die Freiheit nehmen wir uns“
- Verheiratet, konfessionslos (Deutscher Bundestag)
- Studium: Politikwissenschaft und Germanistik, Magister Artium (Deutscher Bundestag)
Was unklar ist
- Genaue Gründe für den Austritt – Mobbing-Vorwürfe sind subjektiv und nicht gerichtlich bestätigt
- Name und Beruf des Ehemanns – nicht öffentlich dokumentiert
- Wohnort – nicht detailliert in offiziellen Quellen genannt
- Ob sie Geschwister hat – keine öffentlichen